📚 Grammatik

Englisch Grammatik üben: die 10 Themen, an denen es bei Deutschsprachigen hakt

1. Oktober 2026  ·  8 Min. Lesezeit

Englisch und Deutsch sind verwandt, und genau das macht es tückisch: Vieles lässt sich wörtlich übersetzen, aber an zehn Stellen funktioniert die englische Grammatik anders als die deutsche. Dort entstehen die Fehler, die man auch bei fortgeschrittenen Sprechern noch hört. Hier sind sie, jeweils mit dem typischen deutschen Fehler, der richtigen Form und dem Link zu den passenden Übungen.

1. Present simple oder present continuous?

Das Deutsche hat eine Gegenwart: ich arbeite. Das Englische hat zwei, mit unterschiedlicher Bedeutung. I work in Munich beschreibt die Situation, I am working on a report das, was gerade passiert. Der typische Fehler: I work now on a report. Merke: Passiert es jetzt, in diesem Moment, dann am/is/are plus -ing.

Üben: present simple und present continuous.

2. Present perfect: das Wort „seit“ ist der Auslöser

„Ich wohne seit zehn Jahren hier“ heißt nicht I live here since ten years, sondern I have lived here for ten years. Was in der Vergangenheit begann und bis jetzt andauert, steht im present perfect. Umgekehrt: Was abgeschlossen ist und eine Zeitangabe hat, steht im past simple. I have seen him yesterday ist falsch, I saw him yesterday ist richtig. Und since steht nur vor einem Zeitpunkt (since 2016), for vor einer Dauer (for ten years).

Üben: present perfect und past simple.

3. Die dritte Person: das eine s

Im Deutschen ändert sich das Verb bei jeder Person, im Englischen nur bei he, she, it: she works, he does, it rains. Weil es nur eine Ausnahme ist, rutscht sie beim Sprechen durch. Kontrolliere in eigenen Texten jedes Verb nach he, she oder it.

Üben: present simple.

4. Fragen und Verneinung mit do

Das Deutsche stellt das Verb nach vorn: Arbeitest du hier? Das Englische braucht ein Hilfsverb: Do you work here? Genauso bei der Verneinung: nicht I work not here, sondern I do not work here. Nur to be und die Modalverben (can, must, will) kommen ohne do aus: Are you tired? Can you help?

Üben: Fragen stellen und Verneinung.

5. Satzstellung: Subjekt, Verb, Rest

Der Klassiker ist die deutsche Inversion nach einem Adverb: Yesterday went I to the shop. Das Englische bleibt bei Subjekt, Verb, Objekt: Yesterday I went to the shop. Auch Häufigkeitsadverbien (always, never, often) haben einen festen Platz vor dem Hauptverb: I always take the train, nicht I take always the train. Und der Nebensatz schickt das Verb nicht ans Ende: I know that he is tired.

Üben: jedes Thema enthält eine Übung zur Satzstellung; ein guter Einstieg sind die Konjunktionen.

6. Artikel: wann kein the?

Das Deutsche sagt die Natur, das Leben, die Menschen. Das Englische lässt den Artikel bei allgemeinen Begriffen weg: Nature is beautiful, Life is short, People are kind. Umgekehrt fehlt uns oft das a bei Berufen: She is a teacher, nicht She is teacher.

Üben: Artikel.

7. Präpositionen, die sich nicht übersetzen lassen

In der Schule ist at school, im Zug ist on the train, am Montag ist on Monday, am Morgen ist in the morning. Ein System, das man herleiten könnte, gibt es nicht; man lernt die Kombinationen. Häufige Fehler: interested for (richtig in), depend of (richtig on), married with (richtig to).

Üben: Präpositionen.

8. Plural und Zählbarkeit

Informationen, Ratschläge, Nachrichten, Möbel: im Deutschen zählbar, im Englischen nicht. Some information, a piece of advice, the news is, furniture ohne s. Auch hair, money und research bleiben im Singular.

Üben: Plural.

9. Modalverben ohne to

Ich muss gehen wird zu I must go, ohne to. Deutschsprachige hängen gern ein to an (I can to swim) oder konjugieren das Modalverb (she cans). Nur have to und need to nehmen ein to. Und Vorsicht: must not heißt „darf nicht“, do not have to heißt „muss nicht“. Das deutsche „muss nicht“ ist die häufigste Falle.

Üben: Modalverben.

10. Bedingungssätze: if ohne will

Wenn es regnet, bleiben wir zu Hause wird zu If it rains, we will stay at home. Im if-Satz steht die Gegenwart, nie will. Bei einer Hypothese rückt alles eine Zeit zurück: If I had more time, I would learn Spanish. Der deutsche Fehler ist If I would have more time, nach dem Muster „wenn ich hätte“.

Üben: Bedingungssätze.

So gehst du vor

Nimm dir ein Thema pro Woche vor. Mach die sechs Übungen auf Stufe A1, bis sie fehlerfrei sitzen, dann A2 bis B1. Bei jedem Fehler siehst du sofort, was schiefging, ohne auf eine Korrektur zu warten. Das erste Thema ist kostenlos; die komplette englische Grammatik kostet 20,99 €, und für Schulen gibt es ein Abo pro Klasse.

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